Entwurf zur Änderung der AU-Richtlinie - Wiedereinführung der Endrohrmessung


Das gesamte Kfz-Gewerbe hat sich stets für die Weiterentwicklung der Vorschriften zur Abgasuntersuchung eingesetzt. Letztmalig wurde im vergangenen Jahr ein Vorschlag - das sogenannte "Mehrstufenmodell zur Weiterentwicklung der Abgasuntersuchung" - vom ZDK erarbeitet. So wurde bei verschiedensten Anlässen für die Umsetzung dieses Modells sowohl auf "Arbeitsebene" als auch auf politischer Ebene geworben.

Erfreulicherweise können wir Ihnen nun mitteilen, dass unsere gemeinsamen Bemühungen Erfolg hatten, da das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) einen Entwurf zur Änderung der Richtlinie für die Durchführung der Abgasuntersuchung in diesem Sinne ausgearbeitet und an die zuständigen obersten Landesbehörden zur Anhörung weitergeleitet hat.

Der Vorschlag zur Weiterentwicklung der Abgasuntersuchung des Verkehrsministeriums umfasst folgende Punkte:

1. Wiedereinführung der generellen Endrohrmessung in Kombination mit der OBD‐Prüfung; Entfall des zweistufigen OBD‐Prüfverfahrens für Kraftfahrzeuge (Otto, Diesel) mit einer Erstzulassung ab dem Jahr 2006.

2. Anpassung der Abgasgrenzwerte bei Euro 6‐/Euro VI‐Kraftfahrzeugen (Otto, Diesel) für die Trübungsmessung an Dieselfahrzeugen auf 0,2 m‐1 bei einer Abregeldrehzahl von mindestens > 90 % der Nenndrehzahl und für die CO‐Messung an Ottofahrzeugen auf 0,1 % Vol.

3. Einführung einer Überprüfung der Partikelanzahl durch eine Messung am Auspuffendrohr an Dieselfahrzeugen im Rahmen der Abgasuntersuchung (AU) zum 01.01.2019.

4. Umsetzung der Änderungen zur AU‐Richtlinie ab dem 01.07.2017 für alle berechtigten Untersuchungsstelle

Sollten die Länder diesen Weg mitgehen, könnte die Verordnung noch in diesem Jahr - eventuell schon ab dem 01.07.2017 - in Kraft treten. Wie werden weiter berichten.

Ihr Verband des Kraftfahrzeuggewerbes Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Renée Werner                                  Norbert Stark
Geschäftsführerin                             Dilp. Ing. (FH)

Rostock, 28.02.2017

 

 

 

 

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