Alles fest dran und drauf?

[01.06.2016] Wenn für die große Autotour Koffer- und Innenraum ausgebucht sind, bieten Heck- und Dachträger zusätzlichen Stauraum für das Gepäck.

Da passt zwar viel darauf, aber nicht endlos und irgendwie.

Obenauf gut verstaut

Das Dach eignet sich für den Transport von Fahrrädern oder für eine Box. Was das Auto buckeln darf, schreibt die maximal zulässige Dachlast im Fahrzeugschein vor.

Für Box und Träger gelten die Angaben in den Bedienungsanleitungen. Viele Autohersteller haben Trägersysteme auch fahrzeugspezifisch im Programm. Die Kfz-Werkstatt rät, nach der Montage den festen Sitz regelmäßig zu prüfen.

Wer die Dachbox wählt, sollte das Gepäck darin mit Spanngurten festzurren, sonst katapultiert es bei einer Vollbremsung mit Wucht nach vorn und sprengt schlimmstenfalls den Kunststoff. Hilfreich ist auch, Schweres in der Mitte zu deponieren und die Boxspitze mit weichem Reisegut auszupolstern.

Sicher im Schlepptau

Am Heck reisen vorzugsweise Fahrräder mit – auf der Anhängerkupplung oder an der Kofferraumklappe. Nachteil der Heckklappenträger: Sie strapazieren Scharniere, Lack und die Nerven der Autofahrer.

Der Zugang zum Kofferraum ist gar nicht oder nur mit Mühen möglich, und die Sicht nach hinten ist eingeschränkt.

Am sichersten fahren Räder auf dem Träger für die Anhängerkupplung mit – schwere E-Bikes sowieso nur dort. Wie viel die Radtransporter schleppen dürfen, entscheiden die maximale Zuladung des Trägers sowie die Stützlast der Anhängerkupplung.

Komfortabel: Nach dem Gebrauch lässt sich das Zubehör oft zusammenklappen und verschwindet klein und sauber in einer Tasche.

Der Ladung angepasst fahren

Schwer beladen fährt es sich schwer und vor allem anders. Der Bremsweg wird länger, das Kurvenfahren und der Geradeauskurs bei Seitenwind schwieriger. Maximal Tempo 130 garantiert eine sichere Spur.

Außerdem fahren Autobesitzer so spritsparender und leiser. Wichtig: Scheinwerferhöhe und Reifendruck müssen der Last angepasst werden.
Ein Aufkleber im Cockpit erinnert zudem an die neue Gesamthöhe, die verliert man bei der Einfahrt in Parkhäusern sonst schnell mal aus dem Auge.

Nicht auf verlorenem Posten

In eine Sturmböe gekommen, ein Materialfehler oder einfach nur schludrig gepackt – Gepäck geht manchmal verloren.

Wenn das Malheur passiert ist, heißt es Ruhe bewahren, möglichst schnell rechts ranfahren oder auf der Autobahn den Standstreifen ansteuern und die Warnblinkanlage einschalten.

Müssen große, sperrige Gegenstände von der Autobahn geräumt werden, ist die Polizei zu informieren.

Letzte Änderung: 01.06.2016Webcode: 0093947